diburkha
Mich hat immer schon Entwicklung, Bewegung, das Vertraute und Fremde und die Beziehung zwischen beiden interessiert und fasziniert. Unvergesslich ist mir die Erinnerung an einen Film, in den unbeabsichtig im Wohnzimmer meiner Großeltern geraten bin und der mich seitdem nicht mehr loslässt: Eine Karawanserei irgendwo in irgendeiner Wüste. Männer in Beduinenkleidung, Kamele, Krummsäbel, verschleierte Frauen. Es muss so 1962 gewesen sein. Ich war damals 6 Jahre. In meinem Leben habe ich die Erfahrung gemacht, dass, indem ich in die Fremde gegangen bin, das Vertraute fremd wird, in der Fremde ist das selbstverständlich, aber wenn man dann in das Vertraute zurückkommt, bleibt das zuvor Vertraute doch fremd und die Fremde, aus der man dann zurückkehrt, wirkt vertrauter als das Vertraute, das fremd geworden ist. Für mich ist das ein guter Ausgangspunkt um den Zusammenhang von Religion, Migration und der Zukunft der Evangelischen Kirche zu erforschen. Darüber möchte ich in diesem Blog schreiben.